Mitgliedsbeiträge per SEPA-Lastschrift einziehen

Beiträge einziehen statt Zahlungen hinterherlaufen: Mit der SEPA-Lastschrift kommt das Geld pünktlich aufs Vereinskonto. Hier steht, was ihr dafür braucht.

Von Sebastian Schreiter · Stand: 29.09.2026

Was ihr braucht

  • Ein Vereinskonto bei einer Bank, die Lastschriften für euch einreicht.
  • Eine Creditor-ID, die Kennung eures Vereins als Zahlungsempfänger.
  • Ein Mandat von jedem Mitglied, also die schriftliche Erlaubnis zum Einzug.
  • Eine Liste mit Namen, IBAN, Betrag und Mandat je Mitglied.

Die Creditor-ID beantragen

Die Creditor-ID vergibt in Österreich die Oesterreichische Nationalbank. Beantragen könnt ihr sie aber nur über eure Hausbank, nicht direkt. Fragt dort nach dem Lastschrifteinzug, die Bank kümmert sich um den Antrag. Die Creditor-ID steht dann auf jeder Lastschrift.

Das Mandat einholen

Bevor ihr einzieht, braucht ihr von jedem Mitglied eine schriftliche Ermächtigung. Am einfachsten nehmt ihr sie gleich in das Beitrittsformular auf. Das Mandat enthält den Namen und die IBAN des Mitglieds, die Creditor-ID eures Vereins und eine Mandatsreferenz, mit der jedes Mandat eindeutig zugeordnet wird.

Ohne gültiges Mandat bekommt das Mitglied das Geld von seiner Bank zurück, und zwar bis zu 13 Monate lang. Hebt die Mandate deshalb gut auf.

Vor dem Einzug Bescheid geben

Mitglieder sollen wissen, wann welcher Betrag abgebucht wird. Nach den Regeln der SEPA-Lastschrift sagt ihr das spätestens 14 Tage vorher an, außer ihr vereinbart im Mandat eine kürzere Frist. Oft genügt ein Satz in der Einladung zur Generalversammlung oder eine E-Mail an alle.

Rückgaben und Widerspruch

Auch mit gültigem Mandat kann ein Mitglied eine Abbuchung innerhalb von acht Wochen zurückholen. Das kommt selten vor, meistens wegen eines leeren oder geänderten Kontos. Für Rückbuchungen verrechnen Banken oft Gebühren, deshalb lohnt es sich, IBAN-Änderungen rasch nachzutragen.

Typische Fehler

  • Das Mandat fehlt oder ist nicht auffindbar.
  • Eine geänderte IBAN wurde nicht nachgetragen.
  • Die Mitglieder wurden nicht vorab informiert.
  • Ein altes Mandat wird wieder verwendet, obwohl 36 Monate lang nichts eingezogen wurde. Dann ist es verfallen und ihr braucht ein neues.
Dieser Ratgeber gibt die Regeln vereinfacht wieder. Die Einzelheiten zu Fristen und Gebühren regelt der Vertrag mit eurer Bank. Stand September 2026.

So hilft Modora

Im Modul Finanzen rechnet Modora die Mitgliedsbeiträge automatisch ab und erstellt die Lastschriften als SEPA-Datei für eure Bank. Offene Beiträge seht ihr auf einen Blick, und der automatische Mahnlauf erinnert, wo etwas fehlt.

Häufige Fragen

Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen.

Das hängt von eurer Bank ab. Fragt bei der Hausbank nach, sie reicht den Antrag bei der Nationalbank ein.

Nein. Ohne schriftliches Mandat kann das Mitglied die Abbuchung bis zu 13 Monate lang zurückholen.

So, wie es eure Statuten oder Beschlüsse vorsehen, meistens einmal im Jahr. Ein fester Termin, zum Beispiel im März, macht es für alle leichter.

Das Geld geht zurück an das Mitglied, und eure Bank verrechnet oft eine Gebühr. Meldet euch beim Mitglied, klärt die Kontodaten und zieht erneut ein oder bittet um eine Überweisung.

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